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Wettbewerb ist entschieden |
| Wettbewerb ist entschieden |
WEISSENBURG (rr) – Der Architektenwettbewerb für den Weißenburger Marktplatz ist entschieden. Gewonnen hat ihn das Büro »Schegk Landschaftsarchitekten» aus Haimhausen im Landkreis Dachau. Dessen Entwurf gefiel dem Preisgericht, das einen ganzen Tag lang von 9.00 bis 21.00 Uhr im Wildbadsaal tagte, am besten. Der Jury gehörten sowohl Baufachleute als auch Kommunalpolitiker an. Professor Sebastian Zoeppritz (Augsburg) hatte die Leitung. Er wird die sieben Preisträger bei der Bürgerversammlung am kommenden Donnerstag, 25. März, vorstellen. OB Schröppel hat darüber hinaus Sieger Ludwig Schegk zu der Veranstaltung eingeladen. »Er kann seinen Entwurf vertiefend vorstellen», sagte das Stadtoberhaupt, das sich rundum zufrieden mit dem Wettbewerb zeigte. Alle 30 eingereichten Arbeiten werden übrigens ab Dienstag, 30. März, für zwei Wochen in der Schranne öffentlich ausgestellt. Der Entwurf aus dem Hause Schegk »hat eine gewisse Leichtigkeit», schilderte Stadtbaumeister Thomas Schwarz bei einem Pressetermin einen Tag nach der Preisgerichtsentscheidung. Die Siegerplanung sieht vor, den Platz durchgehend mit Granitpflaster zu gestalten, das allerdings großformatiger ist als jenes in der Luitpold- und der Rosenstraße. Auf der Westseite soll eine Wasserablaufrinne angelegt werden, die in etwa dem Verlauf der jetzigen Gehsteigkante folgt. Im Bereich vor dem Nähcenter Regner sind drei Bäume vorgesehen, ebenso vor dem Wandbrunnen an der Westfassade des Neuen Rathauses: Die Beleuchtung soll vorwiegend über Wandleuchten und Bodenstrahler geschehen. Die Blickbeziehung zwischen dem Neuen und dem Gotischen Rathaus bleibt dem Entwurf zufolge ungestört. Nur noch sechs Parkplätze Die Zufahrt zum Marktplatz wird über die Friedrich-Ebert-Straße und das Spitaltor erfolgen. Je drei Parkplätze sind vor dem Nähcenter Regner und dem Steingass-Haupthaus vorgesehen. Damit ist das Büro Schegk zwar der Vorgabe gefolgt, mindestens sechs bis acht Parkplätze einzuplanen. Angesichts der Tatsache, dass sich momentan noch knapp 30 Stellplätze am Marktplatz finden, aber doch eine recht geringe Zahl: »Für die weitere Planung wird der Sieger den Auftrag erhalten, hier nachzubessern», informierte Schröppel. Damit die Autofahrer vom Spitaltor kommend auch nach rechts abbiegen und über die Straße Auf der Wied wieder ausfahren, soll in etwa auf Höhe des Tchibo-Ladens ein zweistufiger Absatz geschaffen werden. In diesem Bereich soll künftig auch der Maibaum aufgestellt werden. Im Winter, wenn der Platz weder für den Wochenmarkt noch für Außengastronomie oder Freiluftveranstaltungen genutzt werde, sei auch denkbar, auf der Pflasterfläche zu parken. Allerdings gebe es keine entsprechenden Markierungen. Der OB: »Dazu ist keinem ein brauchbarer Vorschlag eingefallen.» Eine deutlich höhere Zahl an Parkplätzen macht aus Sicht des Oberbürgermeisters keinen Sinn. »Wenn ich 1,3 Millionen Euro ausgebe, um mal eine Summe zu nennen, und dann 25 Autos draufstelle, dann habe ich das Geld doch rausgeworfen. Wenn ich einen großen Parkplatz will, dann mach’ ich eine Teerdecke drauf und fertig ist die Laube.» Das aber will wohl keiner. Der Marktplatz sei schließlich »die Visitenkarte der Stadt», verdeutlichte Stadtbaumeister Schwarz. Man habe die Altstadt nun »von außen nach innen saniert». Jetzt fehle nur noch »das i-Tüpfelchen», und das sei eben der Marktplatz. Die Gespräche im Preisgericht sind »nicht konfliktbeladen» gewesen. Daher erwartet Schröppel wegen der deutlichen Reduzierung der Parkplatzzahl im Stadtrat auch keine grundlegende Diskussion mehr. Die Grundstimmung unter den Lokalpolitikern in der Jury sei vielmehr gewesen: »Es hat sich gelohnt, den Wettbewerb zu machen und sich Impulse zu holen.» Alle 30 abgegebenen Arbeiten hätten eine hohe Qualität. Es sei kein Totalausfall dabei, habe auch Professor Zoeppritz gelobt. Einstimmig hat die Jury beschlossen, dem Stadtrat zu empfehlen, den ersten Preisträger mit der weiteren Planung zu beauftragen. Schröppel: »Wir sind aber nicht verpflichtet, uns sklavisch an den Entwurf zu halten.» Neben dem OB gehörten die Stadt-räte Rüdiger Schork (CSU), Günter Kreißl (SPD), Günther Cayé (Freie Wähler) und Heinz Gruber (Die Linke) der Jury an. Vonseiten der Baufachleute waren neben Professor Zoeppritz Stadtplaner Jens Mayer-Eming (Stuttgart), der auch schon die Luitpold- und die Rosenstraßensanierung geplant hat, Professor Florian Fischer (Nürnberg), Landschaftsarchitektin Manuela Scherer (Fürth) und Baudirektor Eberhard Pickel von der Regierung von Mittelfranken dabei. Teilgenommen hatten an dem Wettbewerb Planungsbüros aus ganz Deutschland und Wien. Aus dem hiesigen Raum reichten die Büros Hochreiter & Lechner und Maier & Hertlein aus Weißenburg sowie Feulner & Häffner aus Ellingen Vorschläge ein. Sie waren aber nicht unter den Preisträgern. In drei Durchgängen arbeitete sich das Preisgericht durch die Entwürfe. Die erste Runde war nur zum Kennenlernen. Beim zweiten Durchgang wurde dann kritischer hingeschaut, 13 Vorschläge wurden dabei aussortiert. Im letzten Durchgang verständigte sich die Jury auf die sieben Preisträger. Der erste Preis war mit 9 000 Euro dotiert. 7 000 Euro erhielt der Zweitplatzierte, 5 000 Euro gab es für den dritten Platz und 3 000 Euro für den vierten. Darüber hinaus vergab die Jury drei Anerkennungspreise mit je 2 000 Euro. Diese Summen decken aber bei Weitem nicht die Kosten, die den Büros für die Entwürfe entstanden sind. Mit rund 20 000 Euro schlägt eine solche Arbeit zu Buche, schätzt Stadtbaumeister Schwarz.
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| 22.3.2010 16:30 MEZ |
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